Glücksstrahlende Winterthurerinnen.

Es ist Freitag und es ist Markt und wir sind in Winterthur. (Winterthur ist die Wahlheimat von Sara. Was Kafi bis anhin immer müde belächelt hat. Denn wer will schon in Winti wohnen, wenn er in Züri wohnen kann? Ebe. Und dann noch eine gebürtige Stadtzürcherin, wie Sara eine ist! Tzzzzz. (es wäre ja etwas anderes, wenn sie von Niederbipp wäre, ich mein, he ja wirklich, gopf.) Aber hier sollen angeblich die glücklichsten Frauen der Schweiz leben. Wie man so was misst, ist zwar schleierhaft. Aber es soll trotzdem wahr sein. Sara und Kafi hatten bis anhin ja den Verdacht, dass es an der hohen Dichte von Freikirchen liegen muss, das mit der Glücksüberdosis. Aber da Sara auch ganz ohne Freikirche glücklich in der neuen Heimat ist, möchte Kafi doch nicht ganz ausschliessen, dass es auch bei den happy Winti-Frauen noch andere Gründe geben könnte.)

Ausserdem ist es Sommer und dennoch sonnig. Drum wollen wir es etwas genauer wissen und fragen bei ein paar Frauen, die uns besonders vergnügt erschienen, nach: "Was hat Dir heute schon Freude bereitet?" Der Tag war zu dieser Uhrzeit noch jung, doch das Glück war schon greifbar.

 

Cordula, die wir gerade aus einer Unterhaltung mit der Stadtpolizei gerettet haben, hat zwei Kinder. Sie sagt zwar, dass sie nicht sehr fotogen sei. Aber wenn sie die Wahl zwischen der Polizei und uns beiden hat, dann scheinen wir doch das kleinere Übel zu sein.

Ich geniesse es sehr, wenn ich mal etwas Freiraum für mich selber habe. Mit zwei Kindern (eines im Kindergartenalter und das andere schon ein Teenager) bleibt im Alltag oft zu wenig Zeit dafür. Umso mehr geniesse ich den Marktbesuch heute."

 

 

Nachdem ich Gabriela auf ihr Strahlen angesprochen habe, erzählt sie mir, dass sie eigentlich total müde sei, sich aber dennoch super fühle: „Ich habe gestern bis drei Uhr in der Früh mit einer Freundin telefoniert. Total unvernünftig, da ich zwei Kinder habe und am Morgen wieder früh raus muss, aber genau darum geht es mir heute total gut! Etwas zu tun, was völlig „out oft the Box“ ist, gibt mir mehr Energie für den Alltag. Man sollte so was viel öfter machen.“

 

 

Fröhlich gepunktet und mit einem breiten Smile auf dem Gesicht läuft uns Claudia über den Weg. Dass sie glücklich ist, ist offensichtlich. Und sie sagt uns auch, warum:

„Das schöne Wetter beim Aufstehen und das gemeinsame Frühstück mit meinem Mann haben mich fröhlich gestimmt, nun geniesse ich die farbenfrohe Atmosphäre auf dem Markt.“

 

 

Christa schlendert strahlend mit ihrer Tochter Anëlle über den Markt, als wir sie fragen, was sie heute besonders gefreut hat:

„Meine zwei älteren Kinder sind gut in den Kindergarten und in die 1. Klasse gestartet. Darüber bin ich sehr froh und dass alle drei Kinder gesund sind. Ich freue mich nun aufs Wochenende, wo wir als Familie alle wieder zusammen sind.„

 

 

Zum Schluss treffen wir eine liebe Bekannte von Sara wieder.

Linda hat vor langer Zeit mit Sara zusammengearbeitet. So schön, sie wiederzusehen! Als Sara sie fragt, wie es ihr geht, platzt es aus ihr heraus: Ich komme gerade vom Ultraschall!“ Erst da bemerken wir den Babybauch. Ihr strahlendes Gesicht und diese Aussage ersparen uns die Frage, worüber sie sich heute schon gefreut hat.

Linda ist die Begründerin des Modelabels «sagenhaft» und designt tatsächlich sagenhaft zauberhafte Kleider. Das hat auch der Globus gemerkt, der ihre Kollektion ins Sortiment aufgenommen hat. Und da man von Sagenhaftem nie genug hat, werden wir sie demnächst in ihrem Atelier besuchen. Demnächst mehr auf Tribute!

 

Unser Fazit dieses Vormittags lautet: Was auch immer die Winterthurer ins Wasser tun, es scheint zu wirken! (Das muss sogar Kafi zugeben, die mittags mit dem Zug wieder nach Zürich zurück fährt, wo sie von griesgrämigen Gesichtern empfangen wird, während Sara in bester Gesellschaft weiter über den Markt bummelt.)

Eure Sara&Kafi