Ulrike

Ulrike ist mein sonniger Fixpunkt auf Facebook, und Ihre Posts und Bilder sind so oft ansteckend positiv und verbreiten gute Laune. Im "richtigen Leben" waren wir uns vor diesem Foti-Treffen erst einmal begegnet. Das war an einer Veranstaltung im Cabaret Voltaire vor knapp 5 Jahren. Ulrike hatte sich für ein Kunstprojekt zur Verfügung gestellt, bei dem sie guantanamomäßig verhört wurde. Ich sass im Publikum und mir drehte es fast den Magen um. Doch Ulrike sass seelenruhig und wie ein Fels in der Brandung auf dem Stuhl und behielt ihre Nerven. Das hat mich damals stark beeindruckt. Seither war unser Kontakt virtueller Natur, wir hatten uns auf Facebook angefreundet. Ich habe verfolgt, wie Ulrike ihre neue Liebe geheiratet hat und wie die beiden mit ihren Hunden in eine schöne neue Wohnung gezogen sind. Ulrike hat währenddessen mitbekommen, wie ich eines Tages einer Fragenden von meinem Blog Frag Frau Freitag geraten habe, ihren Hund doch einfach auszustopfen und auf ein Rollbrett zu schrauben. Damals muss es ihr fast den Magen umgedreht haben. Doch sie blieb dennoch mit mir befreundet ;)

Vor einigen Monaten haben Ulrike und ihr Mann Zwillinge bekommen. Zwei unglaublich härzige Meitli. Seither sehe ich Ulrike und ihren Lieben dabei zu, wie sie zusammen das Leben erkunden. Sie wirkt auf all den Bildern so glücklich und angekommen und es ist ein grosses Vergnügen, als Zaungast dabei sein zu dürfen.

Ulrike führt in ihrer Praxis Handanaylsen durch und schreibt in ihrer wöchentlichen Kolumne über eine Blindanalyse eines Prominenten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr sie dabei ins Schwarze trifft!

Als ich Sie nach ihren Ressourcen gefragt habe, ist diese wunderbare Liste zurückgekommen:

Wenn ich sehr angespannt und nervös bin, hilft es mir, ganz laute Musik zu hören, sodass die Musik lauter ist als meine Gedanken, da hilft Musik, die ich grundsätzlich gar nicht so toll finde, wie beispielsweise Lady Gaga, dabei kann ich im Auto mit nettem Bass Stress in Schwung umwandeln.

Wenn ich traurig bin, sag' ich mir ganz bewusst: auch das geht vorbei. Ich besinne mich auf die Lebenszyklen und dass alles zum Sterben verurteilt ist, auch die gegenwärtig Trauer.

Ich kann gut Neues anfangen, mit offenen Augen und Feuer im Herzen und schauen, wohin es mich trägt. Als ich meine Massage-Praxis aufgeben musste, weil mein Rücken nicht mitmachte, war das eine sehr traurige Phase in meinem Leben, doch ich hatte das Handlesen schon und wusste, dass das auch meins ist und dass das was wird. Ich wartete sieben Jahre, bis es richtig lief.

Ich kann gut weiter gehen, wenn Kreise/Menschen fremd geworden sind.

Ich bin gern alleine, nicht im Sinn von einsam, eher ein all-Ein-sein. Dann tanke ich auf und habe Zeit zu reflektieren.

Meine Hunde sind Ressourcen, die mich erden, dadurch, dass ich sie streicheln kann und mich um sie kümmere.

Eine Ressource für Freude sind für mich Blumen. Jetzt beispielsweise gibt's wieder Pfingstrosen, die liebe ich ganz besonders, sie kommen Jahr für Jahr wieder, nach den Osterglocken und Tulpen, in ihrer prächtigen Schönheit und lassen mein Herz höher schlagen. Freude an Schönheit.

Diese Liste lässt unser Herz höherschlagen! So viel Bewusstsein für eigene Ressourcen, wow!

kafi freitag